Oldtimerfreunde Lippstadt  

Jahresausfahrt nach Dillstädt

Ausfahrt nach Dillstädt in Thüringen

Wir starteten unsere Jahresausfahrt vom 6. bis zum 10. September von Lippstadt und Umgebung aus mit den Motorrädern auf dem Anhänger. Ich hatte mir die Zeit genommen, mit dem Motorrad selbst zu fahren, um die Landschaft auf dem Weg besser kennen zu lernen.
Quer durch das Land führte die Anfahrt am Edersee, dem Keller- und dem Knüllwald vorbei nach Thüringen hinein.
Bereits vor 15 Jahren hatten wir in Dillstädt im Hotel Distelhof unser Quartier aufgeschlagen, weil von hier aus viele schöne Routen durch die Landschaft führen.
Aufgrund der Vorarbeit von Franz-Josef und Bernd hatten wir bereits Tourenvorschläge, die wir hofften, bei gutem Wetter auch nutzen zu können.
Zum Glück hatten wir in den ersten zwei Tagen durchwachsenes und nicht zu kaltes Wetter, trockene Straßen, so dass nicht nur der Fahrspaß, sondern auch die geselligen Pausen in der Außengastronomie gesichert waren.
Am Donnerstag drehten wir unsere Runde in den Norden, an Suhl vorbei nach Oberhof mit der eindrucksvollen Skisprunganlage, dann zum technischen Denkmal "Tobiashammer" – einer Wassermühle mit zahlreichen Hämmern zur Metallverarbeitung. Hier wurden unter anderem auch Kupferkessel-Pauken hergestellt, die wohl einen hervorragenden Klang hatten. Mit der größten Dampfmaschine die industriell eingesetzt und hierhin transportiert wurde, gehört dieses Museum zum Pflichtproramm. Dieser entspannten Runde von 184 km folgte ein gemütlicher Ausklang im Gasthof.
Freitag fuhren wir eine weite Schleife nach Südwesten, zunächst über Meiningen, Ostheim vor der Rhön, Fladungen und dann Richtung Norden im Bogen mit insgesamt 186 km zurück.
Am Samstag schauerte es öfter, so dass wir uns entschieden, mit dem Auto das Simson-Museum in Suhl und ein Aquarium in Zella-Mehlis zu besuchen. Beindruckend und zugleich bedrückend zu sehen, wie hier in Suhl das größte Mopedwerk aufgegeben wurde und neben den negativen Folgen für den Arbeitsmarkt ein riesiges Industriegelände praktisch leergeräumt hinterlassen hat. Interessant zu sehen, wie hier – ein Geheimtipp – in einer Garage Schwalben restauriert und wie (fast) neu an Liebhaber übergeben werden.
Auf dem Rückweg schauten wir für eine Kaffee- und Kuchenpause beim liebevoll eingerichteten Rennsteigbahnhof vorbei. Er liegt an einer Strecke, die nach vorübergehender Stilllegung wieder für den Personenverkehr genutzt wird.
Am Sonntag, auf der Rückfahrt bei sonnigem Wetter durch verträumte Ortschaften wie Gräfenroda und über Arnstadt, bot sich bei Hochhausen ein schöner Blick auf die Wachsenburg. Sie ist ein eindrucksvolles Bauwerk der "Drei Gleichen" (drei benachbarte Berge mit jeweils Burgen bzw. Ruinen).
Ein kleiner Stau im Ort resultierte aus einer Reihe von Touristenbussen, die das hiesige Bratwurstmuseum ansteuerten. Leider wollte sich um die frühe Zeit nicht der passende Hunger einstellen, so dass ich erst einmal die Autobahn vorzog, um später über die B7 Richtung Heimat zu fahren.

Seitenanfang | Über uns | Kontakt | Disclaimer | ©2014 Oldtimerfreunde Lippstadt